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Unterwegs am Bach

Klare, kühle Lebensadern

Der mittlere Thüringer Wald ist aufgrund seiner reichen Niederschläge ein bedeutendes Quellgebiet. In flächigen Sickerquellen tritt das Wasser aus dem Untergrund zutage, mehrere Quellrinnsale fließen zusammen und bilden den Bergbach.

Ein dichtes Fließgewässernetz durchzieht das Biosphärenreservat. Die Bäche sind sommerkühl, besitzen fast stets ein geröllreiches Gewässerbett und haben ein hohes Gefälle, das von der Quelle zur Mündung hin abnimmt.

Die oberen Bachabschnitte sind meist fischfrei, der Feuersalamander nutzt sie als Laichgewässer. 
Vor allem Kleintiere wie Insektenlarven, Strudelwürmer und Napfschnecken sind hier heimisch.

Die unteren Abschnitte beherbergen Fische wie die Bachforelle und Westgroppe.

Möchten Sie einen Eindruck vom Leben am und im Bach erhalten, dann nehmen Sie sich an einem ruhigen Bachabschnitt etwas Muße: Nach kurzer Zeit können Sie ein auffälliges Treiben über der Wasseroberfläche erleben.

Oder nehmen Sie einen Stein aus dem Wasser, drehen ihn um und beobachten das Getümmel auf der Unterseite.

Zahlreiche Bergbäche sind geeignet für eigenständige Beobachtungen, wie:

  • Vesser, als Waldbach entlang des Wanderweges südlich von Vesser, als Wiesenbach im oberen Vessertal nördlich von Vesser
  • Ruppbach bei Schmiedefeld, im Anschluss an die Rodelbahn Breitenbach, von Breitenbach aus, Richtung Schwimmbad ins Breitenbachtal bis zum Hirtenbrunnen
  • Fraubach, von Frauenwald oberhalb der Fraubachmühle bis zur Einmündung in die Nahe zwischen Schleusingerneundorf und Thomasmühle
  • Wohlrose, vom Rastplatz an der Straße zwischen Neustadt und Dreiherrenstein in Richtung zur Historischen Meilerstätte, zum Ochsenbach und weiter ins Tal der Wohlrose
  • Freibach, vom Schwimmbad Stützerbach bachaufwärts ins Freibachtal