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Unterwegs im Frühling

Zartes Grün und Vogelsang

Erwachende Natur -  zartes Grün, Blüten und Vogelgesang. Sobald es morgens hell wird, ist draußen ein vielstimmiges Morgenkonzert zu hören: Rotkehlchen, Amsel, Hausrotschwanz und andere gefiederte Gartenbewohner singen aus voller Kehle und ersetzen den Wecker.

Sie sind gut zu beobachten und an ihrem Gesang zu unterscheiden. Die Vogelbalz erreicht ihren Höhepunkt. Reviere werden besetzt und Nester gebaut.

Die Natur scheint jetzt förmlich zu explodieren. Überall grünt und blüht es. Während sich in den Wäldern das neue, zarte Grün der Bäume langsam zu einem Laubdach schließt, wird es auf den Wiesen farbenfroh.

Margeriten und ein Meer voll gelber Blütenköpfe des Löwenzahns. „Blühende Kostbarkeiten“, wie Trollblume, Arnika und Breitblättriges Knabenkraut, demonstrieren die Artenvielfalt der Bergwiesen im Biosphärenreservat.

Distelfalter, Landkärtchen und Kaisermantel, als „flatternde Kostbarkeiten“, laben sich am Nektar der bunten Wiesenblumen. Im Bergbach plätschert die Forelle. Im Juni zur Gräserblüte erreicht der Pollenflug zum Leidwesen aller Heuschnupfen-Geplagten seinen Höhepunkt.

Kuckucksspeichel, so werden im Volksmund die jetzt oft an Grashalmen und Stängeln zu beobachtenden kleinen Schaumgebilde genannt. Mit dem Kuckuck haben sie aber nichts gemein. Die Wiesen-Schaumzikaden schützen damit ihre Larven. Frühsommerwiesen liegen wie in ein gelbes oder weißes Meer in der Landschaft. Hochsaison für Libellen und Schmetterlinge.

Gestresste Vogeleltern haben jetzt alle Schnäbel voll zu tun, um hungrige Schnäbel zu stopfen. Gut versteckt im hohen Gras der Wiesen und Felder liegen im Juni die jungen Rehkitze, Jungfüchse spielen vor ihrem Bau. Die Tierwelt zeigt ihren Nachwuchs. Die Natur bereitet sich auf den Sommer vor.