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Unterwegs im Wald

Streifzug durch die weiten Wälder

Der Thüringer Wald war ursprünglich ein geschlossenes Waldgebiet aus überwiegend Mischwäldern mit Nadel- und Laubbäumen in unterschiedlicher Zusammensetzung.

Reine Fichtenwälder waren weitgehend auf die rauen Kammlagen beschränkt.

Auch in den heutigen Wäldern lässt sich häufig der ursprüngliche Standorttyp an den typischen Bodenpflanzen erkennen.

So weisen das Wollige Reitgras, der Siebenstern und der Rippenfarn auf einen natürlichen Fichtenwaldstandort hin.

Das Zweiblättrige Schattenblümchen, die Tollkirsche und die Knotige Braunwurz sind typische Arten der Wälder in den mittleren und oberen Lagen.

In den unteren Lagen sind der Seidelbast, die Hainbuche und die Schwarze Heckenkirsche zu finden und an den Bächen die Rot-Erle.

Im Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald sind ca. 90 % der Fläche mit Wald bedeckt. Etwa die Hälfte davon sind naturnahe Waldbestände mit hohem wirtschaftlichen Wert.

Hier finden Sie die Hauptbaumarten wie Fichte, Rot-Buche, Berg-Ahorn. Weil recht selten, haben Weiß-Tanne, Berg-Ulme, Esche und Erle nur eine geringe wirtschaftliche, aber eine hohe ökologische Bedeutung.

Im Wald finden Sie Bäume verschiedener Altersstufen vom Keimling bis hin zu Alt- und Totholz.

Beobachtenswert ist ebenfalls die vielgestaltige Schichtung im Wald: vom Moospolster bis in die Baumkronen ist reiches Leben zu entdecken. Gräser, Pilze und Moose bilden die unterste Schicht. Farne und Sträucher erheben sich darüber. Junge Bäume stehen unter dem Schirm der höchsten, die sich bis über vierzig Meter erheben können.

Diese strukturreichen Wälder beherbergen viele bekannte, aber auch selten gewordene Tierarten, wie den Schwarzspecht, die Hohltaube, den Rauhfußkauz, die Waldeidechse, den Baummarder und die Haselmaus.

Schauen Sie, was Sie auf einer stillen Tour durch den Wald alles entdecken können - es lohnt sich.