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Datum: 18.04.2019

Bilanz - 3 Jahre Rennsteig-Ticket

Positiver Trend bei den Übernachtungszahlen im UNESCO-Biosphärenreservat

Jährlich wird für den Thüringer Wald Bilanz gezogen, wenn das Landesamt für Statistik die amtlichen Gäste- und Übernachtungszahlen veröffentlicht. So wurden im Jahr 2016 rund 4.14 Mio. Übernachzungen erzielt, Jahr 2017 rund 4.16 Mio. Übernachtungen und im Jahr 2018 waren es rund 4.13 Mio. Übernachtungen.

Im Dezember 2015 sind 11 Erholungsorte im UNESCO-Biosphärenreservat mit der Gästekarte mit integriertem Rennsteig-Ticket an den Start gegangen, um ihren Übernachtungsgästen kostenfreie Mobilität vor Ort zu ermöglichen. Gleichzeitig wurde der elektronische Meldeschein eingeführt, der sowohl die Herausgabe der Gästekarte über PC beim Vermieter beinhaltet, als auch die Kurtaxabrechnungen vereinfacht. Nun wurden die Übernachtungszahlen der Orte zusammengestellt, konnte eine erste Bilanz gezogen werden.

Die Übernachtungszahlen sind in der Summe von 146.000 im Jahr 2016, auf 157.000 im Jahr 2017 und 169.000 im Jahr 2018 gestiegen. Über den elektronischen Meldeschein werden alle Übernachtungen erfasst (gewerblich, privat und Camping). In die Berechnungen der Umlagebeträge für das Rennsteig-Ticket werden jedoch Dienstreisende, Behinderte und Kinder unter 6 Jahren nicht einbezogen. Daraus ergeben sich die Übernachtungszahlen, die durch Bus&Bahn Thüringen für das Rennsteig-Ticket angerechnet werden können. Im Jahr 2016 waren es 135.000 Übernachtungen, im Jahr 2017 bereits 144.000 Übernachtungen und im Jahr 2018 nun 157.000 Übernachtungen. Seit 2017 ist in einigen Orten in der Gästekarte auch die Thüringer Wald-Card in Kooperation mit dem Naturpark enthalten. Damit wurde die Gästekarte noch attraktiver.  „In der Biosphärenregion haben die Touristiker gemeinsam etwas auf den Weg gebracht und die Orte und Gäste profitieren davon, so Elke Hellmuth, stellvertretende Leiterin der Verwaltung Biosphärenreservat. Sicherlich ist die Entwicklung in den Orten im Einzelnen zu betrachten und andere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle, aber insgesamt ist das ein gutes Ergebnis.“

Dies ist umso erfreulicher, da die Zahlen noch einen anderen Vergleich ermöglichen. Die vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Übernachtungszahlen weisen aktuell einen ganz anderen Trend aus. Sie belegen für die Orte in der Summe 112.000 Übernachtungen im Jahr 2016, 106.000 Übernachtungen im Jahr 2017 und im Jahr 2018 einen weiteren Rückgang auf 102.000 Übernachtungen. Der Grund für das insgesamt niedrigere Niveau der Übernachtungszahlen liegt darin, dass beim Landesamt für Statistik nur die gewerblichen Zahlen (Beherberger mit 10 Betten und mehr, ohne privat und Camping) erfasst werden. Außerdem werden für Orte mit weniger als 3 gewerblichen Beherbergern aus Gründen des Datenschutzes keine Angaben veröffentlicht. An dieser Stelle wird deutlich, welchen Vorteil der elektronische Meldeschein für die Erholungsorte darstellt.

Die oben genannten Zahlen beziehen sich auf die Orte bzw. Ortsteile Altenfeld, Frankenhain, Frauenwald, Gehlberg, Großbreitenbach, Manebach, Nahetal-Waldau, Neustadt a.R., Schleusegrund, Schmiedefeld a.R. und Stützerbach.