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Datum: 22.06.2020

Sommergenuss in und mit den Natur

Wissen für die Westentasche

Die Stille des Waldes genießen, den Duft der Bergwiesenblüte schnuppern und die Füße im Bergbach baumeln lassen – den Biosphärenfrühling erlebt man am besten unter freiem Himmel. Einfach mal die Natur vor der eigenen Haustür entdecken – wo könnte das besser gelingen als im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald. Hier in der internationalen Region zwischen Suhl, Oberhof, Ilmenau, Masserberg und Schleusingen lässt sich der Reichtum unserer heimischen Natur sehr gut erleben. Einer, der die besonderen Orte kennt, ist Ranger Matthias Hellner. Auf unzähligen Wanderungen hat er schon Einheimischen und Touristen die Gegend gezeigt und viel Wissenswertes über die Modellregion und deren Aufgaben vermittelt. „Es sind oftmals die kleinen Naturschätze, die ein Gebiet so interessant machen. So schlägt mein Herz für Schmetterlinge und für die Frage, wie können wir diese Artenvielfalt erhalten", erzählt der Ranger.

Und welche Aufgabe hat hier das Biosphärenreservat? Biosphärenreservate sollen Ideen für das nachhaltige Zusammenleben von Mensch und Natur beispielhaft erproben und entwickeln. Es geht dabei um den Schutz des Natur- und Kulturraums, aber auch um die Entwicklung dieser. „Angestrebt ist ein ausgewogenes Verhältnis von menschlicher Nutzung und natürlichen Kreisläufen. Die exemplarischen Erkenntnisse im Bereich der Forschung werden dann für andere Gebiet nutzbar gemacht", erklärt Matthias Hellner. So erhalten und beleben zum Beispiel die Streuobstwiesen der Region die biologische Vielfalt. Und genau solche Projekte unterstützt die Verwaltung des Biosphärenreservats mit ihrem Wissen und mit ihren Netzwerken. So ist die Streuobstwiese in Suhl-Dietzhausen in ein bundesweites Netzwerk eingebunden und erhält darüber Fördermittel zur Bewirtschaftung.

Aber der Frühling im Biosphärenreservat lässt sich nicht nur auf den Streuobst- und Bergwiesen erleben. Wer gern mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann zum Beispiel den Ilmtal-Radweg entdecken. Für einen Wochenendausflug lohnt sich die erste Etappe von Allzunah bis Ilmenau, das sind knapp 15 Kilometer des insgesamt 123 Kilometer langen Weges. Start ist in Allzunah. Von hier aus geht es zunächst bergab – hier lohnt sich ein Zwischenstopp am Bergbach Lengwitz. Von Stützerbach aus geht es dann über das Freibachtal bis Ilmenau: „Im Freibachtal bezaubert derzeit nicht nur das frische Grün der Wiesen, hier kann man auch sehr gut die Ruhe des Waldes genießen und bei einem Picknick Kraft für die nächste Etappe tanken", freut sich Matthias Hellner. Und wer auch kulinarisch den Frühling erleben möchte, der schaut bei einem der Biosphären-Partner vorbei.


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