Einstellungen

Datum: 28.01.2021

Förderung nachhaltiger Regionalentwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald

Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände, die im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald liegen, können erstmalig Projektskizzen für eine Förderung nachhaltiger Regionalentwicklung beim Umweltministerium einreichen. Insgesamt stehen für das laufende Jahr ca. 525.000 Euro für das UNESCO-Biosphärenreservat zur Verfügung.

Die Kommunen Masserberg, Schleusegrund, Schleusingen, Großbreitenbach, Ilmenau, Elgersburg, Geratal, Suhl und Oberhof haben in diesen Tagen einen spezifischen Projektcall erhalten, in dem die Modalitäten beschrieben sind. Bis zum 28. Februar können zunächst die Projektskizzen bei der Verwaltung des Biosphärenreservats eingereicht werden. Die eingereichten Projektskizzen werden anschließend durch ein regionales Gremium bewertet, das sich insbesondere aus Vertretern der beteiligten Landkreise zusammensetzen und durch das Umweltministerium eingesetzt wird. Die Gemeinden mit den am besten bewerteten Projektskizzen werden anschließend aufgefordert, bis Ende April den konkretisierten Förderantrag beim TMUEN einzureichen. Die Projekte sollen so konzipiert sein, dass deren Umsetzung weitestgehend in 2021 möglich ist. In begründeten Fällen können Projekte darüber hinaus auch bis 2022 oder 2023 gefördert werden. Grundsätzlich sind alle investiven Projekte denkbar, die auf eine nachhaltige Regionalentwicklung im Sinne der Zielsetzungen der Verordnung Biosphärenreservat abzielen. „Die Initiative des Umweltministeriums bedeutet eine Weichenstellung für die Umsetzung der aktuell in Arbeit befindlichen Entwicklungskonzeption für das Biosphärenreservat, denn damit können bereits erste Vorhaben und Projekte der Kommunen umgesetzt werden" so Dr. Elke Hellmuth, stellvertretende Leiterin.

Hintergrund:
Gemeinden und Gemeindeverbände, die innerhalb der acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens liegen, können erstmalig Projektskizzen für eine Förderung nachhaltiger Regionalentwicklung beim Umweltministerium einreichen – die Frist dafür endet am 28. Februar 2021, insgesamt stehen für das laufende Jahr 2,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Dazu erklärt Umweltministerin Siegesmund: „Wir wollen, dass die Gemeinden in den Nationalen Naturlandschaften selbst Projekte entwickeln und umsetzen, die für eine nachhaltige Regionalentwicklung wichtig sind. Das können Präsentationsräume sein für regionale Produkte, Informationsangebote für Touristen oder auch Umbauten für mehr Barrierefreiheit – die Gemeinden zeigen uns, wie sich vor Ort Naturschutz, Tourismus und Regionalentwicklung in Einklang bringen lassen. Ich bin sicher, dass es dazu in den beiden bestehenden UNESCO-Biosphärenreservaten sowie in unseren Naturparks viele gute und innovative Ideen gibt – diese Regionen haben es mit ihren Naturschätzen verdient."

Vorausgegangen waren im Jahr 2020 Projekte für eine nachhaltige Regionalentwicklung in der möglichen Biosphärenregion Südharz/Kyffhäuser/Hohe Schrecke. „Die Kreativität der dortigen Kommunen hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Insgesamt konnten wir 17 Projekte von 9 Städten und Gemeinden mit gut 900.000 Euro unterstützen", so Ministerin Siegesmund. Der erfolgreiche Weg in Nordthüringen wurde zum Anlass genommen, um die Förderung der Kommunen auch auf die beiden bestehenden UNESCO-Biosphärenreservate Rhön und Thüringer Wald als weltweite Modellregionen für eine nachhaltige Regionalentwicklung auszudehnen. Daneben sollen auch die Gemeinden in den Naturparks Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale, Thüringer Wald und Eichsfeld-Hainich-Werratal mit dem Nationalpark Hainich gefördert werden. „Jetzt haben die Gemeinden in allen Thüringer Nationalen Naturlandschaften die Gelegenheit, Fördermittel für gute Projekte im Sinne dieser herausragenden Landschaften zu beantragen", so Ministerin Siegesmund abschließend.

Weitere Informationen zu den Nationalen Naturlandschaften (NNL) in Thüringen finden Sie unter www.natur.thueringen.de. NNL zeichnen sich durch eine sehr reiche Naturausstattung aus, die auf Grund ihrer hohen Attraktivität auch zahlreiche Erholungssuchende und Touristen anlocken. Insbesondere der regionalökonomischen Wertschöpfung vor Ort kommt neben konkreten Pflege- und Schutzmaßnahmen besondere Bedeutung zu, um zusammen mit den Menschen vor Ort die Entwicklung und den Schutz dieser außergewöhnlichen Landschaften im Einklang miteinander voranzubringen. Zur kooperativen fachlichen Unterstützung stehen vor Ort bereits langjährig kompetente Verwaltungen und ein Träger als Ansprechpartner zur Verfügung.

Informationen für Medien:
Verwaltung
UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald, Dr. Elke Hellmuth
Schmiedefeld a. Rstg., Brunnenstraße 1, 98528 Suhl, Tel. 0361 57 3924 612
elke.hellmuth@nnl.thueringen.de


powered by webEdition CMS