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Datum: 15.07.2021

Förderung Schleusegrund: Ökologische Aufwertung der Waldflächen im Naturtheater Steinbach-Langenbach und Neubeschilderung der Wanderwege Naturlehrpfad Gießübeler Schweiz und Heimatgeschichtlicher Wanderweg

Umweltministerium fördert zwei Projekte in der Gemeinde Schleusegrund mit 59.701,32 Euro

In der Gemeinde Schleusegrund im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald werden zwei Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung mit Förderung des Umweltministeriums umgesetzt.
Die Gemeinde war im Februar dem Aufruf des Umweltministeriums gefolgt, Projektskizzen zum Thema nachhaltige Regionalentwicklung einzureichen.
„Wir freuen uns sehr, dass gleich zwei Projekte in Kooperation mit dem UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald im Schleusegrund umgesetzt werden können und vom Umweltministeriums gefördert werden", freut sich Heiko Schilling, Bürgermeister der Gemeinde. Für das Biosphärenreservat Thüringer Wald ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte.

Für die Erneuerung der Beschilderung der Wanderwege Naturlehrpfad Gießübeler Schweiz und Heimatgeschichtlicher Wanderweg im Ortsteil Schönbrunn erhält die Gemeinde 9899,82 Euro. Beide Wanderwege sind Teil der Wanderwegekonzeption Thüringen 2025. Insgesamt werden 200 Schilder und acht Infotafeln erneuert.

Für die ökologische Aufwertung von Waldflächen im Naturtheater Steinbach-Langenbach erhält die Gemeinde Schleusegrund eine Förderung von 49.801,50 Euro. Schwerpunkt ist die Entnahme von Fichten im unmittelbaren Nahbereich der Zuschauerbühne und des Bühnenbereichs, die Pflanzung einheimischen Baumarten wie Weißtanne, Bergahorn und Flatterulme mit dem Ziel eines naturnahen Mischwaldes. Zudem soll die Erhaltung und Förderung der Biodiversität unterstützt werden.

Hintergrund:

Vorausgegangen war ein Projektaufruf Ende Januar 2021: Gemeinden und Gemeindeverbände, die innerhalb der acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens liegen, konnten Projektskizzen für eine nachhaltige Regionalentwicklung beim Umweltministerium einreichen. In der möglichen Biosphärenregion Südharz/Kyffhäuser/Hohe Schrecke erfolgte diese Förderung erstmalig im Jahr 2020. In diesem Jahr wurde diese Fördermöglichkeit auf alle acht Thüringer Nationalen Naturlandschaften ausgeweitet.
Die bis Ende Februar eingereichten Projektskizzen wurden durch sechs regionale Gremien bewertet, die sich insbesondere aus Vertretern der beteiligten Landkreise zusammensetzten. Die Gemeinden mit den am besten bewerteten Projektskizzen wurden aufgefordert, einen konkreten Förderantrag bis Ende April beim TMUEN einzureichen. Die Projekte sollten so konzipiert sein, dass deren Umsetzung weitestgehend in 2021 möglich ist. In begründeten Fällen können Projekte darüber hinaus auch bis 2022 oder 2023 gefördert werden. Insgesamt wurden fast 140 Projektskizzen eingereicht, von denen 86 zur Antragstellung aufgefordert wurden. Insgesamt stehen für das laufende Jahr 2, 7 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Nationalen Naturlandschaften (NNL) in Thüringen finden Sie unter www.natur.thueringen.de. NNL zeichnen sich durch eine sehr reiche Naturausstattung aus, die auf Grund ihrer hohen Attraktivität auch zahlreiche Erholungssuchende und Touristen anlocken. Insbesondere der regionalökonomischen Wertschöpfung vor Ort kommt neben konkreten Pflege- und Schutzmaßnahmen besondere Bedeutung zu, um zusammen mit den Menschen vor Ort die Entwicklung und den Schutz dieser außergewöhnlichen Landschaften im Einklang miteinander voranzubringen. Zur kooperativen fachlichen Unterstützung stehen vor Ort bereits langjährig kompetente Verwaltungen und ein Träger als Ansprechpartner zur Verfügung.


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