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„Lupinendetektive“ gesucht! Naturstiftung David und Biosphärenreservat rufen zur Erfassung invasiver Staudenlupinen im Thüringer Wald auf

Im Biosphärenreservat Thüringer Wald startet ab 1. Juni 2026 die neue Mitmach-Aktion „Lupinendetektive“. Gemeinsam rufen die Naturstiftung David und die Verwaltung des Biosphärenreservats dazu auf, Vorkommen der Vielblättrigen Staudenlupine (Lupinus polyphyllus) mit der App Flora Incognita zu erfassen. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze breitet sich auch im Thüringer Wald zunehmend aus. Auf mageren Wiesen und entlang von Wegen verdrängt sie typische Arten wie Arnika (Arnica montana) und beeinträchtigt die Artenvielfalt.


Die Teilnahme ist unkompliziert: Von Juni bis September können Spaziergängerinnen, Wanderer und Urlaubsgäste die Pflanze einfach per Smartphone fotografieren und den Fundort unter dem Projekt „Lupinendetektive“ in der kostenfreien App Flora Incognita speichern. Die Daten unterstützen zukünftige Maßnahmen zum Erhalt der Bergwiesenvielfalt. Der Code zur Aktivierung des Projektes in der Flora Incognita lautet: LPN D3T 3TV.

Warum die Pflanze beobachtet werden soll, erklärt Dr. Tiemo Kahl, Referent für Forschung und Monitoring im Biosphärenreservat Thüringer Wald: „Die Staudenlupine mit ihren auffällig blauen Blütenkerzen wird oft als schöne Wildblume wahrgenommen. Jedoch verändert sie empfindliche Lebensräume wie unsere mageren Bergwiesen tiefgreifend.“ „Citizen Science, also die Beteiligung der Bevölkerung, ermöglicht es uns, große Räume über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Jede Meldung trägt dazu bei, ein besseres Bild der Verbreitung zu erhalten“, ergänzt Britta Trostorff, Projektleiterin bei der Naturstiftung David.

Flora Incognita wurde von der Technischen Universität Ilmenau und dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena zur Unterstützung von Citizen Science in Wissenschaft und Forschung entwickelt. Weitere Informationen zur Teilnahme unter: www.naturstiftung-david.de/thueringerwald/mission-bergwiese
Die Aktion ist Teil des Naturschutzgroßprojektes „Bäche, Moore und Bergwiesen im Thüringer Wald“. Das Projekt wird von der Naturstiftung David von 2025 bis 2035 gemeinsam mit regionalen Partnern umgesetzt und im Bundesprogramm chance.natur vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie vom Thüringer Umweltministerium gefördert. Ziel ist es, artenreiche Lebensräume im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald langfristig zu erhalten und zu entwickeln.

Pressekontakte:
Naturstiftung David, Melanie Kleinod, Tel.: +49 361 710 129-22, Mobil: +49 152 09 872 603, presse@naturstiftung-david.de
UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald, Christina Sittig-Schubert, Tel.: +49 (361) 57 3924 620, Christina.Sittig-Schubert@nnl.thueringen.de

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