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Monitoring-Projekt: Grünland

Langzeitbeobachtung der Veränderungen der Vegetation in Abhängigkeit von der Nutzung

Läuft

Grünland im Biosphärenreservat

UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald 

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Was wird untersucht?

Ziel des Projekts ist eine Untersuchung von Veränderungen der Vegetation in Abhängigkeit von der Nutzung im Grünland. Hierfür werden Dauerbeobachtungsflächen eingerichtet. Auf diesen Flächen soll eine Langzeitbeobachtung stattfinden. Das Grünland umfasst bei einer Fläche von 4150 ha etwa 12,3% des Biosphärenreservats.

Die Ergebnisse des Monitorings sind Basis für nachfolgende Kartierungen auf derselben Fläche und sollen eine Basis für alle folgenden Untersuchungen im Grünland darstellen.

In Zukunft sollen alle Untersuchungen zu Fragen im Grünland (ökologisch, ökonomisch) basierend auf diesen Stichprobenpunkten stattfinden. Durch die Erhebungen von Daten über lange Zeiträume an denselben Stellen wird es möglich sein, regionale und lokale Änderungen der Biodiversität rechtzeitig zu erkennen, zu beschreiben und diese in Beziehung z.B. zum Klimawandel bzw. der Bewirtschaftung zu setzen.

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Gemäß dem Schutzzweck des Biosphärenreservats soll diese Studie dazu, dienen Aussagen zu den charakteristischen Lebensgemeinschaften zu erhalten, mögliche Anpassungs- und Begrenzungsmaßnahmen in Bezug auf den Klimawandel zu entwickeln sowie die Umweltbeobachtung und das Monitoring zum Verständnis ökologischer, ökonomischer und sozialer Prozesse zur Stärkung der Vorwarnfunktion und zur Bewertung durchgeführter Maßnahmen auszubauen.

Dr. Tiemo Kahl, Forschung und Monitoring
Wegelement

Dr. Tiemo Kahl

Forschung & Monitoring

Telefon: +49 361 57 3924619
E-Mail: tiemo.kahl(at)nnl.thueringen.de

Untersuchungsmethode

Stratified random sampling und vegetationskundliche Methode nach Braun-Blanquet

Insgesamt sollen 140 Probenstichpunkte mittels eines stratifizierten und zufälligen Designs (stratified random sampling) im Grünland verteilt werden. Die Stratifikation soll getrennt nach der Nord- und Südabdachung des Thüringer Waldes sowie nach den 7 häufigsten Grünlandtypen (ehemaliges Ansaatgrünland, Bergwiesen, Brache- und Staudenfluren, mesophiles Grünland, Feucht- und Nassgrünland, Sumpf und Borstgrasrasen) erfolgen. Das sind 10 Probenstichpunkte. Die Probenstichpunkte werden zufällig in der jeweiligen Fläche verteilt, um ein unabhängiges Stichprobendesign zu gewährleisten.

Methode nach Braun-Blanquet: Die jeweiligen Stichprobenpunkte werden eingemessen und mittels vergrabener Magneten dauerhaft markiert. Um die Stichprobenpunkte werden mittels der vegetationskundlichen Methode nach Braun-Blanquet auf einer Fläche von 3x3m die Artenzusammensetzung (Gefäßpflanzen, Moose und Flechten) und deren Abundanz erfasst.

Untersuchung Bodenparameter: Weiterhin sollen Bodenproben zur Untersuchung der Bodenparameter: Bodenart, pH-Wert, C/N Verhältnis, Makro- und Mikronährstoffe entnommen werden. Zusätzlich werden neben den vor Ort Aufnahmen auch Informationen zur Bewirtschaftung und historischen Nutzung recherchiert.

Diese Flächen sollen als Basis für ein Langzeitmonitoring der Vegetation und weiterer Organismengruppen im Grünland des Biosphärenreservats dienen.